So feiert ihr Halloween unter Einhaltung der Corona-Regeln

Halloween ist nicht nur in Amerika Kult, auch bei uns in Deutschland ist das Fest auf dem Vormarsch und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und steigenden Infektionszahlen kann das Süßigkeiten-Sammeln dieses Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Hier stellt sich die Frage:

An dieser Stelle möchten wir Dich auf dem Laufenden halten, damit Du jederzeit weißt, was der aktuelle Stand ist und Dich so gut wie möglich auf Halloween 2020 vorbereiten kannst.

Eins ist sicher: dieses Jahr wird Halloween etwas Besonderes. Um Infektionen so gut wie möglich zu vermeiden, müssen in diesem Jahr ein paar Regeln befolgt werden. Unabhängig von den Regeln in Deinem Bundesland, beachte bitte stets die geltenden Abstands- und Hygienebestimmungen sowie die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Nun kommen wir zu der guten Nachricht. Wir dürfen feiern und wir werden feiern!

Welche Regeln derzeit (Stand: 09.10.2020) in den einzelnen Bundesländern für private Feiern gelten, erfährst Du hier:

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben am 29. September 2020 folgendes für Privatpartys beschlossen:

Die Teilnehmerzahl soll bei privaten Feiern auf maximal 25 Teilnehmer und bei Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränkt werden, wenn örtlich ein hohes Infektionsgeschehen im 7-Tages-Verlauf erreicht wird. Steigt das Infektionsgeschehen weiter, gelten geringere Teilnehmerzahlen. Regelungen hierzu finden Sie im Bund-Länder-Beschluss.

Regelungen der einzelnen Bundesländer:

Bundesland

Personenobergrenze

Privatpartys

Einschränkungen

Baden-Württemberg

500

Hygienekonzept ab 100 Gästen

Bayern

100 drinnen, 200 draußen

 

Berlin

25 drinnen, 50 draußen

 

Brandenburg

75

 

Bremen

250 drinnen, 400 draußen

Hygienekonzept, Mindestabstand, Erfassung der Kontaktdaten

Hamburg

25

 

Hessen

250

 Hygiene- und Abstandsregeln

Mecklenburg-Vorpommern

50

 

Niedersachsen

 10

 

Nordrhein-Westfallen keine Teilnehmerbegrenzung

 

 

Rheinland-Pfalz

75

Personenkreis muss vorher festgelegt werden

Saarland

450 drinnen, 900 draußen Gaststätte oder angemieteter

 

Sachsen

Raum 100

 

Sachsen-Anhalt

50

 

Schleswig-Holstein

50 drinnen, 150 draußen

 

Thüringen

<50 drinnen und <100 draußen ohne Einschränkung

>50 drinnen und >100 draußen muss vorher angemeldet werden

 

Baden-Württemberg

Ob im öffentlichen oder privaten Raum – hier dürfen sich bis zu 20 Personen treffen. Ein Hygienekonzept ist dafür nicht notwendig. Anders sieht das allerdings bei Geburtstags-, Hochzeitsfeiern, Taufen und Familienfesten (hierzu zählt auch Halloweenfeier) aus. Hier gilt eine maximale Teilnehmerzahl von 500 Gästen – ohne Fotografen, Band und andere Mitwirkende. Ab 100 Gästen muss zudem ein Hygienekonzept vorgelegt und eine Teilnehmerliste gepflegt werden. Die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Meter wird empfohlen – ansonsten wären Masken zu tragen.

Bayern

Mit wie vielen Personen ist jetzt zwar nicht mehr strikt vorgeschrieben, hängt allerdings davon ab, wie groß der eigene Raum oder Garten ist. Denn der Mindestabstand von 1,50 Meter muss weiterhin gewährleistet sein, genauso wie eine angemessene Belüftung. In öffentlichen Räumen wie zum Beispiel Parks dürfen sich maximal 10 Personen treffen. Feiern ist dort grundsätzlich nicht gestattet. Hochzeiten, Geburtstage und Schulabschlussfeiern sind mit bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen möglich. Unter freiem Himmel sind 200 Gäste zulässig. Bei zugewiesenen und gekennzeichneten festen Plätzen sind es doppelt so viele. Wichtig: Auch hier muss der Veranstalter vorab ein Hygienekonzept erstellen und – auf Anfrage – den zuständigen Behörden vorlegen.

Berlin

Nachdem mehrere Bezirke der Hauptstadt die kritische Marke von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen überschritten haben, gilt ab dem 10.10.2020 ein strengeres Maßnahmenpaket: Im öffentlichen Raum wird die Personenzahl in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr auf fünf gleichzeitig anwesende Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder Personen aus zwei Haushalten beschränkt.

Brandenburg

Feiern im privaten Wohnraum oder im eigenen Garten mit mehr als 75 zeitgleich anwesenden Personen sind verboten. Diese Obergrenze gilt jedoch nicht für Privatfeiern, die zum Beispiel in Gaststätten oder Gemeindesälen veranstaltet werden. Dort richtet sich die Teilnehmerzahl nach der Raumgröße. Wichtig hierbei ist, das der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Gästen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen, eingehalten werden kann. Wer Partys feiert, der muss aber auch die Kontaktdaten (Vorname, Nachname, Adresse und Telefonnummer) erfassen.

Bremen

In geschlossenen Räumen sind maximal 250 Personen erlaubt, sofern hier der Mindestabstand eingehalten wird. Wer dabei lauthals singen mag, muss den Abstand zu anderen Personen auf zwei Meter vergrößern. Gleichzeitig ist ein Hygienekonzept erforderlich. Unter besonderen Auflagen sind Feiern unter freiem Himmel mit bis zu 400 Personen gestattet. Der Gastgeber oder die Gastgeberin muss aber die Kontaktdaten aller Gäste erfassen.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 gilt: Das Maximum für private Feiern sind 50 Personen, egal ob unter freiem Himmel oder in geschlossenen Räumen, ab einer Inzidenz von 50 sind nur noch 25 Feiernde erlaubt. Ein Hygienekonzept kann verlangt werden.

Hamburg

Wer in Hamburg daheim oder im eigenen Garten feiert, darf maximal 25 Personen einladen. Findet die private Feier im Garten, im Vereinsheim o.ä. statt und es wird kein Alkohol ausgeschenkt, kann die Teilnehmerzahl auf 50 erhöht werden. Ein Hygiene-Konzept muss in jedem Fall angefertigt werden. Die Abstandsregeln gelten weiterhin - außer es treffen sich weniger als 10 Personen.

Hessen

Private Veranstaltungen müssen auf eine maximale Teilnehmerzahl von 250 Personen begrenzt sein. Der Veranstalter muss dabei die Kontaktdaten der Teilnehmenden sicherstellen. Außerdem muss er darauf achten, dass die Räumlichkeiten so gestaltet sind, dass ausreichendes Abstandhalten möglich ist. Übrigens: Wer in geschlossenen Räumen lauthals singen mag, muss zu seinen Mitsängern ganze drei Meter Abstand halten. Tanzveranstaltungen sind verboten.

Mecklenburg-Vorpommern

Unter freiem Himmel dürfen sich hier maximal 500 Personen versammeln, in geschlossenen Räumen sind es 200. Wer eine private Familiensause schmeißen möchte, kann mit 50 Personen feiern. Eine Hochzeit zum Beispiel darf mit mehreren Personen gefeiert werden, da sie laut Landesverordnung als "gewichtiger familiärer Anlass" gewertet wird. 75 Personen dürfen hier das Sektglas heben, wenn sie auf einer Anwesenheitsliste verzeichnet sind. Volksfeste bleiben bis zum 31. Dezember verboten.

Niedersachsen

In Niedersachsen darf man seit dem 9.10. nur noch mit maximal 25 Gäste drinnen feiern, im eigenen Hof unter freiem Himmel sind es 50. Dabei muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Die Kontaktdaten der einzelnen Personen müssen nicht erfasst werden. Ab einer Inzidenz von 35 dürfen nur noch 25 Menschen, ab einer Inzidenz von 50 nur noch 10 Menschen draußen oder in Privaträumen zusammen feiern.

Mietet man einen Raum an, sind 100 Gäste erlaubt, bei steigenden Infektionszahlen nur noch 50 (bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35) bzw. 25 (bei einer Inzidenz von 50). Dazu wird der Alkoholkonsum eingeschränkt: Ab 18.00 Uhr darf nichts Hochprozentiges mehr ausgeschenkt werden, ab 22.00 Uhr gar kein Alkohol.

Nordrhein-Westfalen

Feste und Feierlichkeiten dürfen hier nur aus herausragendem Anlass gefeiert werden. Dazu zählen z.B. Hochzeits-, Tauf-, Geburtstagsfeier, ebenso Beerdigungen. Es dürfen maximal 150 Gäste kommen. Die Feier muss ab 50 Gästen drei Werktage vorher beim Ordnungsamt angemeldet und eine verantwortliche Person für die Feier benannt werden. Das Abstandsgebot und die Maskenpflicht gelten dabei nicht, soweit geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur einfachen Rückverfolgbarkeit sichergestellt sind. Restaurants oder Hotels dürfen für diese Feste abgetrennte und gut zu durchlüftende Räume unter Auflagen zur Verfügung stellen.

Ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner darf nur noch mit maximal 50 Personen gefeiert werden, ab einer Inzidenz von 50 nur noch mit 25 Teilnehmern.

Rheinland-Pfalz

Private Partys dürfen zu Hause oder in gemieteten Räumen mit 75 Personen stattfinden. Die Kontaktdaten aller Gäste müssen erfasst werden und der Gastgeber muss darauf achten, dass die Abstandsregeln und die Maskenpflicht eingehalten wird. Außerdem sollte den Anwesenden ein Sitzplatz zugewiesen werden. Ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner soll die Gästeanzahl auf maximal 50 reduziert werden.

Saarland

Gefeiert werden darf im Saarland grundsätzlich mit bis zu 900 Menschen unter freiem Himmel und mit bis zu 450 in geschlossenen Räumen – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Ab mehr als 20 Gästen muss die Veranstaltung beim Ordnungsamt angemeldet werden, erklärt eine Mitarbeiterin der saarländischen Staatskanzlei im Gespräch mit RTL.de. Ab dem 18.10.2020 soll ein Ampelsystem eingeführt werden.

Sachsen

Für private Feiern in Wohnungen in Sachsen gibt es keine maximale Teilnehmeranzahl. Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wird empfohlen. Wer in Gaststätten oder auch im Außenbereich angemieteter Örtlichkeiten feiert, darf die Höchstzahl von 100 Gästen nicht überschreiten. Bei Betriebs- und Vereinsfeiern darf eine Teilnehmerzahl von 50 nicht überschritten werden. Das Servicepersonal (Bedienung, Caterer, Fotograf, DJ, Band) zählt nicht dazu. Die Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

Sachsen-Anhalt

Für private Feiern im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis aus besonderen persönlichen Anlässen wie z. B. Hochzeit, Trauerfall, Geburtstag, Einschulung, Schulabschluss, Zeugnisübergabe oder Eintritt in den Ruhestand ist die Zahl der Teilnehmenden auf 50 Personen begrenzt. Kontaktdaten müssen hier nicht erfasst werden. Mehr Gäste sind nur drin, wenn die Veranstaltung von einer "fachkundigen Organisation" (zum Beispiel vom Wedding Planner oder dem Gastwirt) vorbereitet wird. Die Hygiene- und Abstandsvorschriften müssen eingehalten und eine Teilnehmerliste geführt werden. Getanzt werden darf – allerdings sollte sich das im Rahmen halten, am besten wie bei den allgemeinen Kontaktbeschränkungen für Treffen im öffentlichen Raum (max. zehn Personen, Menschen aus maximal zwei Haushalten oder nahe Angehörige).

Schleswig-Holstein

Im nördlichsten Bundesland dürfen Stand 9.10.2020 nur dann private Feiern stattfinden, wenn sie die Teilnehmerzahl von 50 Gästen drinnen und 150 Gästen draußen nicht überschreiten. Sollte die Inzidenz auf 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten Tagen steigen, sinkt die maximale Teilnehmerzahl auf 25 in gemieteten Räumen und zehn in Privaträumen. Alle Kontaktdaten (Vorname, Nachname, Anschrift, Telefonnummer) müssen erfasst werden. Tanzen ist erlaubt, aber nur, wenn zwischen Einzeltänzern oder Tanzpaaren zwei Meter Abstand gewahrt werden.

Thüringen

Private Feiern in Thüringen müssen bei mehr als 50 Personen (in der Wohnung) und mehr als 100 Personen (im Garten) mindestens 48 Stunden vorher angemeldet werden. Verpflichtend sind bei diesen Feiern die Abstandsregeln, ein Hygiene-Konzept und die Erfassung der Kontaktdaten (Vorname, Nachname, Anschrift, Telefonnummer) aller Gäste.

Quelle:

rtl.de, 12.10.2020, „Corona-Hygienemaßnahmen: Darauf muss ich bei meiner privaten Party achten
https://www.rtl.de/cms/private-feiern-trotz-corona-diese-regeln-gelten-fuer-hochzeit-geburtstag-co-in-ihrem-bundesland-4581145.html (Zugriff am 12.10.2020)

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